Warum Körperkontakt so wichtig ist - auch für Teenager
Das hat mich tief berührt, das ist mir unter die Haut gegangen..
Körperliche Zuwendung schafft auch seelische Nähe und stärkt das Immunsystem.
Die Grundsteine für den Tast- und Fühlsinn werden schon im Mutterleib gelegt. Fertig ausgebildet ist dieser aber erst nach dem 2. Lebensjahr. Deshalb ist es so wichtig, das Baby nach der Geburt zart
zu berühren, zu streicheln und zu knuddeln. Denn wenn die Eltern sich dem Neugeborenen bewusst körperlich zuwenden, helfen sie ihm nicht nur, seine motorischen Fähigkeiten zu bilden, sie schaffen auch
seelische Nähe und stärken das Immunsystem.
Die Wissenschaft der taktilen Reize zeigt, wie fundamental Berührung für unser Wohlbefinden ist. Ob in der Therapie oder im Alltag – die bewusste Nutzung taktiler Stimulation kann einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit
leisten.
Studien haben gezeigt, dass Babys, die regelmässig liebevoll massiert werden, besser zunehmen, weniger weinen und eine bessere Schlafqualität haben.
Auch grössere Kinder mögen Körperkontakt. Vielleicht nicht immer als sanfte Streicheleinheit, sondern zur Abwechslung mal als kurze Kitzelattacke oder Massage, indem man den Rücken
des Kindes behandelt, als wäre er ein Pizzateig, der liebevoll geknetet, belegt und gebacken werden muss. Mit dem grösser werden der Kinder kommen die täglichen liebevollen Berührungen mit der Zeit leider oftmals zu kurz.
Bewusste Berührungen im sozialen Umfeld
Job, Schule, Nachhilfe, diverse Therapien und Freizeitaktivitäten etc. halten Kinder, Teenager wie auch uns Erwachsene die ganze Woche durch beschäftigt und am Wochenende erholen wir uns ‚davon’, sind müde, erschöpft, schlafen und essen viel und/oder schauen stundenlang Netflix. Dass dabei u.a. die wichtigen, respekt- und liebevollen Berührungen die für echte Nähe, Vertrautheit und innere Ausgeglichenheit sorgen, langsam vergessen und verloren gehen, wird oft zuwenig beachtet.
Dazu kommt, dass viele meinen, dass Teenager nicht mehr unbedingt von
ihren Eltern berührt werden wollen,was einer ganz natürlichen Entwicklung
von xyz.. entspricht. Allerdings wäre es genau in dieser Entwicklungsphase
wichtig, dass sich die jungen Frauen und Männer sich im eigenen, sich verändernden
Körper wohl, sicher und verbunden fühlen können. Geschweige ihre Grenzen
wahrnehmen und ihren Body als schön und wertvoll empfinden können.
Teenager brauchen Zärtlichkeit!
Denn Liebe und Zärtlichkeit gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen
Der Gedanke sitzt tief in uns Erwachsenen fest: Teenager sind für elterliche
Zärtlichkeiten schon zu gross.Da passt es dann ganz gut, dass sie sich
kratzbürstig aufführen. So kann man ohne schlechtes Gewissen aufs
Knuddeln verzichten. Nur: Eine gute Idee ist das nicht. Denn körperliche
Zärtlichkeiten sind für Kinder und Heranwachsende überlebenswichtig.
Umarmungen können Wut, Kummer, Niedergeschlagenheit, Stress,
Einsamkeit und Angst besiegen. Und zwar in vielen Fällen besser als so
manches tief schürfende Gespräch. Denn Liebe und Zärtlichkeit gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Sie verbinden mit anderen
Menschen und schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl mit der Welt und dem Leben.
Doch es genügt nicht, dass man seinem Kind einfach nur sagt: "Ich liebe dich." Das muss es vielmehr unmittelbar und am eigenen Leib spüren können. Von klein auf. Der Anthropologe Ashley Montague bezeichnet die Haut als das wichtigste Organ neben dem Gehirn. Liebe erfährt ein Kind vor allem über die Haut, seinem grössten Sinnesorgan. Eine fest Umarmung bewirkt, dass Endorphine, Glückshormone, ausgeschüttet werden, die innerhalb kürzester Zeit ihre beruhigende, schmerzstillende und aufheiternde Wirkung tun. Gleichzeitig sinkt das Stresshormon Cortisol. Ein Kind, das verängstigt oder verletzt in den Armen der Mutter Zuflucht sucht, tut also instinktiv das Richtige. Aber durch Umarmungen und Streicheln werden auch Immunfunktionen fester und die fördern die Intelligenz. Streichen und kuscheln stimmt aggressive und hyperaktive Kinder friedlich und traurige Kinder fröhlich. Bei Kindern, die viel geküsst und geknuddelt werden, zeigt sich eine deutlich verstärkte Aktivität in der linken frontalen Hirnhälfte derjenigen, die für Freude und Heiterkeit zuständig ist.
Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen Kinder durch eine feste, verlässliche Beziehung an eine Vertrauensperson. Und dazu gehören unabdingbar die "Zwölf Umarmungen pro Tag", von der die berühmte amerikanische Ärztin und Psychotherapeutin Virginia Satir sagt, dass sie jeder Mensch zum Wachsen und Reifen braucht. Denn Kinder leiden, wenn ihre Eltern nicht zärtlich sein können.
Massage und manuelles Therapie Angebot
An den verschiedenen Standorten der Physiopraxis bieten wir u.a. die bekannteste Anwendung taktiler Reize in Form von Massage an. Ausgebildete und fachlich versierte TherapeutInnen nutzen verschiedene Massagetechniken um eine spezifische Wirkung zu erzielen. Von der entspannenden Massage bis zur gezielten medizinischen Massage reicht das Spektrum.
Die manuelle Therapie nutzt spezifische Handgriffe zur Behandlung von
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Hier werden taktile Reize
sehr gezielt eingesetzt, um Verspannungen und Blockaden zu lösen, die Funktion
zu verbessern und um gleichzeitig wieder zu einer tiefen Entspannung,
mehr Körperbewusstsein, allgemeines Wohlbefinden und innere Gelassenheit
führen kann
Dadurch Schritt für Schritt wieder zurück zu uns selbst finden, die Ruhe, Gelassenheit
und das Vertrauen in uns wahrzunehmen – erlaubt uns wieder klar uns selbst zu sein
und uns somit auch für tiefere Begegnungen zu öffnen. Denn in uns allen liegt eine
natürliche Stille, Gelassenheit und eine liebevolle Weise zu Sein und miteinander umzugehen.
Indem wir all das zulassen, erlauben wir unserem Körper sich zu entspannen und beruhigen zu lassen. Dadurch entsteht Raum für ehrliche und liebevolle Begegnungen, jeden Tag und überall, die uns wirklich berühren und unsere Augen wieder zum
Leuchten bringen :-) oder von Innen erstrahlen lassen.
Wenden Sie sich für eine persönliche Beratung gerne an unsere Therapeuten/Masseurinnen Dübendorf, Rapperswil, Uster, Wetzikon, Winterthur, Zürich