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„Halte dich doch mal gerade!“ „Brust raus, Bauch rein!“ Wie oft hört man solche Kommentare in Bezug auf seine Haltung. Meistens auch eher während man sitzt oder lange steht. Ist es überhaupt richtig, sich durchgehend gerade zu halten? Das und noch mehr interessante Informationen in Bezug auf Ihre Körperhaltung und Ihre Wirbelsäule erklärt hier unsere Rückenspezialistin.
Der Körper mitsamt seinen Strukturen des Bewegungsapparates wie Knochen, Knorpel, Sehnen, Bänder, Muskeln, Faszien, Bandscheiben usw., lebt allgemein von Be- und Entlastung. Gerade die Bandscheiben der Wirbelsäule, an welche man oft bei einer geraden Haltung denkt, brauchen die Kompression und Dekompression besonders stark. Man kann sie sich wie kleine Schwämme vorstellen, die bei der Entlastung, beispielsweise nachts in Rückenlage, Flüssigkeit absorbieren und sich wie Schwämme „vollsaugen“. Hingegen wird tagsüber die Flüssigkeit durch die meist pausenlose Belastung stetig rausgepresst. Aufgrund dessen ist man allgemein abends auch zwei Zentimeter „kleiner“, als morgens.
Die Strukturen brauchen die Nacht, um sich wieder zu regenerieren, rehydrieren und um ihre eigentliche Form anzunehmen. Durch die Aufnahme und Abgabe der Flüssigkeit wird fortwährend der Stoffwechsel in den Bandscheiben aufrechterhalten, Stoffe diffundieren hinein und hinaus. Es gibt bei Menschen ab dem 4. Lebensjahr fast keine Blutgefässe mehr, die die Bandscheiben zusätzlich versorgen.
Nun werden die Bandscheiben fast durchgehend tagsüber komprimiert und Richtung Abend immer dünner. Hat man zusätzlich eine dauerhafte sitzende Tätigkeit (Bürojob etc.) ist die Belastung meist nicht axial (in einer Achse). Durch die gebeugte Hüfte während des Sitzens, ist es vor allem der unteren Wirbelsäule nicht mehr möglich, ihre eigentliche Krümmung nach vorne zu halten. Da nun die Basis im Sitzen nicht mehr korrekt ist, kommt es in den aufsteigenden Rückensegmenten ebenfalls zu Fehlhaltungen. Diese werden meist stundenlang eingehalten, da sie sich in diesem Moment als scheinbar bequem anfühlen. Die Konsequenz folgt in den meisten Fällen erst nach einem grösseren Zeitraum, beispielsweise in Form von Kopf- und Rückenschmerzen, Reizschultern oder sogar Bandscheibenvorwölbungen bzw. Bandscheibenvorfällen.
Folgernd ist es wichtig, die Zeit in sitzender Haltung zu verringern, öfter die Position zu wechseln und dem Körper nachts in einer möglichst gestreckten Position (bestenfalls auf dem Rücken mit gestreckten Beinen und sehr flachem oder keinem Kissen) genug Zeit zu geben, die Bandscheiben wieder mit Flüssigkeit zu versorgen und die Muskeln an der Vorderseite des Rumpfes, die tagsüber meist verkürzt sind, zu strecken.
Ausserdem ist es empfehlenswert die Position oft zu wechseln. Dabei muss nicht immer der Rücken gerade sein, denn Beuge-, Streck- und Drehbewegung der Wirbelsäule führen zu einem besseren Stoffwechsel der Bandscheiben.
Fazit:
Auch Sie können mit Ihrem Rücken gesund Ihren Arbeits- und Büroalltag überstehen. Allgemein gibt es nicht „die“ einzig wahre richtige Haltung, die jedem Menschen guttut. Jedoch gibt es Leitlinien, an denen Sie sich im Alltag orientieren können, um möglichst schmerzfrei durch das Leben zu schreiten. Zusammenfassend können Sie folgende 5 Tipps beachten:
Anmerkung: Es gibt Erkrankungen, bei welchen sich eine fachspezifische Beratung in Bezug auf Aktivitäten im Alltag, als sehr sinnvoll erweist. Gerne können wir Sie individuell und spezifisch beraten.