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Smartphones, Tablets und soziale Medien sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und schon von Geburt an kommen Kinder damit in Kontakt. Doch welche Auswirkungen haben soziale Medien auf ihre Entwicklung?
Babys und Kleinkinder verwenden zwar (meistens) selber noch keine sozialen Netzwerke, sind aber trotzdem indirekt durch das Medienverhalten ihrer Eltern und die mediale Umgebung betroffen.
Auf der einen Seite steht die elterliche Bildschirmzeit. Je mehr Zeit die Eltern an ihrem Smartphone oder vor dem Fernseher verbringen, desto weniger direkte Interaktion gibt es mit dem Kind.
Vor allem in den ersten Lebensmonaten ist der Aufbau einer stabilen Bindung wichtig. Ein sicheres Bindungsverhalten bedeutet für das Baby Vertrauen an die Bezugsperson, ihren „sicheren Hafen“, um trotzdem, vor allem durch die Sinne, dass heisst durch Blickkontakt, Mimik, Sprache, Berührung und Spielen, ihre Umgebung zu entdecken. Fehlen diese Reize aufgrund der fehlenden Aufmerksamkeit seitens der Eltern,
zum Beispiel durch das Unterbrechen des emotionalen Dialogs durch häufiges auf das Smartphone schauen, kann die Entwicklung negativ beeinflusst werden. Babys zeigen sich gestresst und irritiert und es kann langfristig zu einem unsicheren Bindungsmuster führen, was sich auch im Erwachsenenalter in einer Beziehung zeigen kann.
Auf der anderen Seite wird schon den Kleinsten zur Beruhigung, zur Ablenkung oder gegen Langeweile das Smartphone oder Tablet gegeben. Neben den oben genannten fehlenden Lernreizen, lernen die Kinder zusätzlich nicht sich selbst zu regulieren oder Langeweile auch mal auszuhalten. Sie sollten aktiv ihre Umwelt kennenlernen und Erfahrungen sammeln. Eine erhöhte Bildschirmzeit, egal ob aktiv oder passiv durch einen Fernseher, auch wenn er nur nebenbei läuft, kann es bei Kindern später zu verschiedenen Entwicklungsverzögerungen oder -störungen kommen. Zum Beispiel lernen Säuglinge und Kleinkinder weniger und später sprechen oder haben weniger körperliche Erfahrung, sowohl grobmotorisch zum Beispiel Krabbeln oder feinmotorischen wie das Greifen. Beides sind wichtige Entwicklungsschritte für die Gehirnentwicklung. Im Kindergarten und in der Schule kann es zu Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten kommen.
Laut WHO sollten Kinder unter 2 Jahren keine Bildschirmzeit haben. Bis zum 5. Lebensjahr maximal eine Stunde am Tag.
Ein bewusster Umgang sollte beigebracht werden, unter anderem auch indem die Eltern selber Vorbilder sein sollten und ihre tägliche Bildschirmzeit im Beisein ihrer Kinder überdenken. Gemeinsame Aktivitäten sollten im Vordergrund stehen, so werden die Bindung und die Entwicklung positiv gestärkt.
