Evolutionär gesehen sind wir Menschen auf Dauerläufe und körperliche Arbeit ausgelegt – doch unser moderner Alltag sieht oft anders aus. Stundenlanges Sitzen im Büro, entspannte Fahrten mit dem Auto und abendliches Couchprogramm prägen unseren Tagesablauf. Dieser Gegensatz zwischen dem, was unser Körper braucht, und dem, was wir ihm bieten, ist eine der Hauptursachen für zahlreiche Beschwerden. Genau hier kommt die Physiotherapie ins Spiel: Sie ist der Kompass, der uns zurück zur natürlichen Bewegungsökonomie führt.
In meiner täglichen Arbeit sehe ich immer wieder, wie stark unsere Füsse den ganzen Körper beeinflussen. Und ganz ehrlich – oft wird genau dieser Bereich unterschätzt. Dabei beginnt so vieles genau hier.
Wie wird man eigentlich Physiotherapeut:in?
Vor rund 20 Jahren wurde die Physiotherapie-Ausbildung in der Schweiz auf Fachhochschulniveau angehoben. Voraussetzung für das Studium ist eine Matura (Gymnasial-, Fach- oder Berufsmaturität). Sofern man nicht bereits einen Beruf im gesundheitlichen oder sozialen Bereich erlernt hat, wird zusätzlich ein zweimonatiges Vorpraktikum verlangt.
Wir freuen uns, regelmässig Studierende aus dem In- und Ausland bei uns begrüssen zu dürfen. Kaitlyn kommt aus den Niederlanden und ist aktuell im Rahmen ihres vierten Studienjahres Teil unseres Teams. Nach zwei Monaten zieht sie eine erste Bilanz über ihren Arbeitsalltag, die Herausforderungen der Kommunikation und ihre Leidenschaft für aktive Therapie.
Seite 1 von 44