Erkältung, was hilft

Jeder kennt es, wenn die Nase verstopft ist und es im Hals kratzt...

In der nass-kalten Jahreszeit steigt das Erkältungsrisiko.

Wie können Sie sich vor Schnupfen, Husten, Heiserkeit schützen

 

 1. Gesunde Ernährung, Bewegung und viel Schlaf

Diese drei Grundmaßnahmen beugen einer Erkältung vor. So sollte man sich besonders bei kaltem, wechselndem Wetter ausgewogen ernähren und ausreichend bewegen. Besonders wichtig zur Vorbeugung einer Erkältung ist auch ein erholsamer Schlaf.

 

 2. Viel trinken – insbesondere Tee

Viel Trinken kann helfen, einer Erkältung vorzubeugen. Durch die Flüssigkeitsaufnahme lässt sich verhindern, dass die Schleimhäute austrocknen und ihre Schutzfunktion vor Krankheitserregern verlieren. Am besten sind Kräutertees. Diese liefern Schleimstoffe oder Saponine sowie ätherische Öle. Schleimstoffe und Saponine bilden einen Schutzfilm über den Schleimhäuten, ätherische Öle wirken antiviral und antibakteriell.

 

 3. Kontakt mit Erkälteten vermeiden

Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Sie – wenn möglich – den Kontakt mit Erkälteten meiden (Beispielsweise in Warteräumen). Durch Husten oder Niesen verteilen sich die Erreger einer Erkältung in der Luft und haften an Gegenständen. Über Hände gelangen diese Erreger dann in die Atemwege der nächsten Person. Auch das Trinken aus Tassen/ Flaschen, aus denen bereits eine andere Person getrunken hat sollte vermieden werden.

 

 4. Regelmässig die Hände waschen

Vor allem in der Erkältungszeit sollten Sie auf regelmässiges Händewaschen mit Seife achten. Wasser und Seife töten Viren zwar nicht, aber sie waschen sie effektiv ab.

 

 5. Fussbad stärkt die Selbstheilungskräfte

Mit einem Fussbad wecken Sie die Selbstheilungskräfte des Körpers. Man benötigt dafür zwei Fusswannen oder- Schüsseln. Zu Beginn werden beide Füsse für 6-8 Minuten in 39 Grad heissem Wasser gebadet. Danach taucht man die Füsse für einige Sekunden in kaltes Wasser. Anschließend trocknet man die Haut gut ab und zieht Wollsocken an.

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6. Vorsicht vor kalten Klimaanlagen

Klimaanlagen machen Bahn oder Flugzeuge häufig zu kalt. Die Luft der Klimaanlagen trocknet die Schleimhäute aus, Bakterien und Viren haben in diesen Situationen ein leichtes Spiel. Man sollte deswegen auf Reisen immer einen dicken Pullover dabei haben – und viel trinken.

 

7. Überheizte Räume sind problematisch

Auch wenn es draussen kalt ist sollte man die Heizung nicht auf die höchste Stufe stellen. Die Heizungsluft sorgt wie auch die Klimaanlage für trockene Schleimhäute. Das feucht - schleimige Schutzschild in unserer Nase, von dem Viren normalerweise abgefangen werden, funktioniert dann nicht mehr richtig. Wer zu lange im heissen Kämmerlein sitzt, schwächt so sein Immunsystem.

 

8. Grippeimpfung hilft nicht

Mit einer Grippeschutzimpfung können Sie Erkältungen nicht vorbeugen: Diese Impfung schützt nicht vor einer Erkältung, sondern nur vor der echten Grippe – einer plötzlichen, fieberhaften, nicht selten auch lebensbedrohlichen Erkrankung, die durch Influenza-Viren entsteht.

 

9. Viel Vitamin C hilft nicht

Die langjährige Vermutung, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C vor Erkältungen schützt, hat sich in Studien nicht bestätigt.

 

10. Saunagänge stärken die Immunabwehr

Regelmässige Saunagänge halten die Immunabwehr des Körpers fit. Damit lassen sich Erkältungserkrankungen leichter abwehren. Leiden sie an einer akuten Erkältung oder einer Grippe, wirken sich Saunabesuche dagegen negativ aus.

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Welche Hausmittel helfen wirklich?

Hausmittel sind eine gute Alternative zu Arzneimitteln. Eine frühzeitige und richtige Anwendung ist dabei wichtig. Nachfolgend einige Tipps:

 

Schlafen sie sich gesund

  • Im Schlaf tankt der Körper neue Energie, der Körper stärkt sein Immunsystem.
  • Spüren Sie die ersten Erkältungssymptome, sollten Sie sich genügend Ruhe gönnen.
  • Gehen Sie abends früh zu Bett, sorgen Sie für einen gut durchlüfteten Raum

 

Kopfdampfbäder befreien die Atemwege und lösen zähen Schleim

  • Bei verstopfter Nase oder Husten kann Inhalieren lindernd wirken
  • Salben, Lösungen mit ätherischen Ölen, aufgelöst in heißem Wasser, helfen dabei, Erkältungssymptome in den oberen Atemwegen zu reduzieren.
  • Kamillen- und Thymiantee, aber auch eine Salzlösung eignen sich sehr gut und lässt Sie wieder richtig durchatmen.
  • Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist und sich das Salz gut aufgelöst hat.

 

Gurgeln mit Tee oder Salzlösung hilft gegen Halsschmerzen

  • Nach der Zubereitung des Tees (Bsp. Kamille/ Salbei) lassen Sie diesen lauwarm werden
  • drei mal täglich mit dem Teeaufguss gurgeln
  • Als Alternative können Sie auch mit Salzlösung gurgeln. Nehmen Sie dazu einen Teelöffel Salz auf einen halben Liter lauwarmes Wasser

 

Quarkwickel bekämpfen die Halsentzündung von außen

Der Quark wirkt gezielt gegen Entzündungen, er kann warm oder kalt angewendet werden

So stellen Sie einen kalten Quarkwickel her:

  • Streichen Sie etwa 200g Magerquark ungefähr einen halben Zentimeter dick auf ein Baumwoll- oder Leinentuch.
  • Die bestrichene Fläche sollte etwa 30 cm lang und 10 Zentimeter breit sein.
  • Schlagen Sie die Ränder um.
  • Legen Sie nun den Quarkwickel von vorn nach hinten um Ihren Hals.
  • Fixieren Sie den Wickel mit einem Schal.
  • Entfernen Sie den Quarkwickel, wenn der Quark trocken ist und lösen Sie Quarkreste mit warmem Wasser ab 

 

Zwiebelwickel sind eine gute Zusatzbehandlung bei Ohrenschmerzen

So stellen Sie einen Zwiebelwickel her:

  • Hacken Sie eine große Zwiebel in kleine Stückchen
  • Legen Sie die Zwiebelstücke in ein sauberes Baumwolltaschentuch
  • Schlagen Sie die Zwiebelstücke in das Taschentuch ein, sodass ein kleines Rechteck entsteht
  • Wenn Sie nun mit einem Messer oder Teller auf das Tuch drücken, werden sie sehen, dass der Saft aus den Zwiebeln in das Taschentuch gelangt
  • Legen Sie den Zwiebelwickel nun auf das kranke Ohr und fixieren Sie den Wickel mit einer Mütze oder einem Haarband

 

Wadenwickel senken Fieber ohne Medikamente

Wadenwickel werden nur angewendet, wenn die Waden der erkrankten Person heiss sind. Bitte wenden Sie diese Form nicht an, wenn die betroffene Person friert oder kalte Füsse hat. Machen Sie Wadenwickel immer an beiden Beinen

So wird ein Wadenwickel richtig zubereitet:

  • Zwei Tücher aus Baumwolle oder Leinen werden in 18 Grad warmem Wasser getränkt (dem Wasser wurde ein wenig Essig zugegeben)
  • Wringen Sie den Wickel aus und legen Sie jeweils einen Wadenwickel um einen Unterschenkel vom Knöchel bis zum Knie
  • Fixieren Sie den Wickel mit einem Handtuch, Schal oder Wollsocken, damit der Wickel straff sitzt
  • Nach etwa einer halben Stunde wird der Wickel abgenommen, nach einer weiteren halben Stunde wird ein neuer Wickel angelegt, bis sich das Fieber senkt. Dann sollte mit den Wadenwickeln aufgehört werden.

 

Husten- oder Erkältungstees unterstützen die Abwehr und wirken schleimlösend

 

Erkältungsbäder unterstützen das Immunsystem

  • Ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen befreit die Atemwege
  • Kiefernadelöl, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Kampfer und Menthol beispielsweise bekämpfen Husten und Schnupfen
  • Sie unterstützen den Körper bei der Abwehr gegen Erkältungsviren und Bakterien
  • Bitte baden Sie nicht wenn Sie Fieber haben

Tipp:

Lutschen Sie bei Erkältung mit Husten und Halsschmerzen Ingwer- oder Hustenbonbons.

Sie regen den Speichelfluss an und lindern damit den Hustenreiz und die Halsschmerzen. Der Speichel enthält dann Abwehrstoffe und das Schlucken wird durch die erhöhte Speichelproduktion erleichtert.

 

Fazit:

Wenn wir viel trinken, uns ausgewogen ernähren und ausreichend bewegen können wir den Erkältungsviren und -bakterien entgegenwirken.